Hier veröffentlichen wir das Zertifikat, das die Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ELKB) unserer Pfarrei für die erfolgreiche Erstellung eines Schutz-konzeptes zur Prävention sexualisierter Gewalt verliehen hat. Wir freuen uns darüber, sehen aber darin auch die Verpflichtung für die Zukunft, weitere Schritte zur Prävention zu gehen. Wir werden dazu in unserer Pfarrei Maßnahmen und Regelungen erstellen, die wir immer wieder im Gemeindebrief, auf unserer Homepage und in den Schaukästen veröffentlichen. Zudem sollen alle ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innenin unserer Pfarrei in absehbarer Zeit an einer Schulung zu diesem wichtigen Thema teilnehmen. Grundlage zur Prävention sexualisierter Gewalt ist ein Verhaltenskodex, auf den wir uns im Schutzkonzept für unsere Gemeindearbeit verpflichtet haben und auf dessen Einhaltung wir große Achtsamkeit legen.
Dieser Verhaltenskodex gilt für alle Mitarbeitenden (aber auch für alle Menschen, die an unseren Veranstaltungen teilnehmen):
Zusammengefasst hat dieser Verhaltenskodex folgen Inhalt:
Die Arbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern lebt durch Beziehungen von Menschen miteinander und mit Gott. Unsere Arbeit mit allen Menschen, insbesondere mit Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist getragen von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Diese Haltung findet Ausdruck im folgendem Verhaltenskodex:
- Ich trage dazu bei, ein sicheres, förderliches und ermutigendes Umfeld für mir anvertraute Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zu schaffen und/oder zu erhalten. Diese Haltung pflege ich auch im Umgang mit Kolleg*innen, mir zugeordneten Mitarbeitenden und Vorgesetzten.
- Ich trage dazu bei, alles zu tun, damit durch meine Tätigkeit keine sexualisierte Gewalt, Vernachlässigung und andere Formen der Gewalt möglich werden.
- Ich bemühe mich, die individuellen Grenzempfindungen der Menschen um mich herum wahrzunehmen und zu respektieren.
- Ich bin mir meiner besonderen Verantwortung als Mitarbeiter*in bewusst, gestalte einen verantwortungsvollen Umgang in Bezug auf Nähe und Distanz und missbrauche meine Rolle nicht.
- Ich beachte das Abstands und Abstinenzgebot und nutze meine Funktion nicht für sexuelle Kontakte zu mir anvertrauten Menschen.
- Meine Kommunikation ist respektvoll und wertschätzend, sowohl im direkten Gespräch als auch in der Kommunikation im digitalen Raum.
- Ich will jedes unangemessene Verhalten anderen gegenüber vermeiden und bin ansprechbar, wenn anderen an meinem Verhalten etwas Unangemessenes auffällt.
- Wenn ich eine Grenzüberschreitung bei meiner Tätigkeit bemerke oder von ihr erfahre, schaue ich nicht weg, sondern wende ich mich an die Ansprechpersonen oder an Fachberatungsstellen und lasse mich beraten.
- Ich werde entsprechend dem Interventionsplan meines Trägers vorgehen, wenn ich sexuelle Übergriffe oder strafrechtlich relevante sexualisierte Gewalt wahrnehme.
Alle Menschen, die in unserer Pfarrei an Veranstaltungen teilnehmen, sollen wissen, was bei uns gilt. Neben der Schärfung der Wahrnehmung und einer besonderen Achtsamkeit geht es auch darum, Rahmenbedingungen und Strukturen in der Begegnung von Menschen zu schaffen, die dazu helfen, sexualisierte Gewalt zu verhindern. Inzwischen wurde ein Interventionsleitfaden entwickelt, der genau beschreibt und festlegt, wie das Verfahren abläuft, wenn ein Verdacht aufkommt, der sich einem Verhalten im Bereich sexualisierter Gewalt zurechnen lassen könnte.
In der Kirchengemeinde und im Dekanatsbezirk Ansbach haben wir bei einem Verdachtsfall für Betroffene eine Anlaufstelle eingerichtet, in der Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung stehen und die der Grundsatz leitet
„Wir sind auf der Seite der Betroffenen!“:
- Pfarrerin Simone Sippel, Tel: 0157 57044593; ansprechperson.dekanat-ansbach1@elkb.de
- Herr Hardy Zießler, Tel: 0157 57044593; ansprechperson.dekanat-ansbach2@elkb.de
Was machen diese Ansprechpersonen?
- Wir sind für alle da, die eine belastende Grenzverletzung oder einen sexuellen Übergriff erlebt haben.
- Wir hören zu, schenken Glauben, unterstützen und helfen weiter.
- Wir stehen in Kontakt mit vielen Fachberatungsstellen.
Das gesamte Schutzkonzept der Pfarrei Dietenhofen, Götteldorf und Seubersdorf können Sie hier im Download!
Die Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der ELKB wird geleitet von Martina Frohmader. Kontaktmöglichkeiten, Hintergründe, Infos sind zu finden unter: https://aktiv-gegen-missbrauch-elkb.de.
Die Erarbeitung des Schutzkonzeptes steht unter: https://aktiv-gegen-missbrauch-elkb.de/handbuch-schutzkonzeptentwicklung-in-der-elkb/


